Kalenderblatt Oktober, eine Hand markiert mit einem Stift die Tage 5 bis 9
7 TAGE. 28 STUNDEN.

Short & Sweat

Short & Sweat

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Short & Sweat – 7 Tage, 28 Stunden Sport

Es gibt diese Urlaube, nach denen man zurück ins Büro kommt und eigentlich erst einmal Urlaub braucht.

Ich habe vor, das diesmal systematisch herbeizuführen.

Vom 5. bis 11. Oktober habe ich eine Woche frei. Keine Termine. Kein Büro. Keine Dienstreisen. Und da meine Frau Soyoung in dieser Woche nicht da ist, entfällt sogar die letzte gesellschaftliche Instanz, die mich möglicherweise fragen könnte, ob ich eigentlich noch ganz dicht bin.

Mit anderen Worten: ideale Voraussetzungen für eine neue Challenge.

Ihr Name:

Short & Sweat

Die Idee ist denkbar einfach:

Sieben Tage lang jeden Tag mindestens vier Stunden Sport.

Nicht vier Stunden irgendwann über die Woche verteilt. Nicht durchschnittlich vier Stunden pro Tag. Und auch kein verzweifeltes Nachholen am Sonntagabend.

Jeder einzelne Tag: mindestens vier Stunden.

Das macht am Ende mindestens 28 Stunden Sport in sieben Tagen.

Für einen Profi-Ausdauersportler mag das eine Trainingswoche sein. Für einen Menschen mit Schreibtischjob, der normalerweise versucht, Beruf, Alltag und Sport irgendwie friedlich nebeneinander existieren zu lassen, ist es schon eine etwas andere Veranstaltung.

Was zählt?

Die Challenge soll kein Wettbewerb darin werden, meinen Körper innerhalb möglichst kurzer Zeit in seine Einzelteile zu zerlegen. Deshalb gibt es keine vorgeschriebene Sportart und auch keine Mindestintensität.

Es zählen:

Laufen, Schwimmen, Wandern, Krafttraining sowie Cardio-Einheiten wie Ergometer und vergleichbare Ausdauersportarten.

Ich darf kombinieren. Ich darf aufteilen. Ich darf morgens laufen, mittags Krafttraining machen und abends noch eine Runde schwimmen. Oder ich verschwinde für fünf Stunden im Taunus und komme erst wieder, wenn die Tagesaufgabe erledigt ist.

Entscheidend ist nur:

Am Ende jedes Tages müssen mindestens vier Stunden auf der Uhr stehen.

Spazierengehen zählt übrigens nicht. Irgendwo muss selbst bei oliver-macht-sport.de eine Grenze zwischen sportlicher Herausforderung und Brötchenholen gezogen werden.

Warum eigentlich?

Weil ich in den vergangenen Monaten ein Problem mit meinen Challenges hatte.

Meine großen Ziele gefallen mir nach wie vor: 10 Kilometer unter 55 Minuten, 1.500 Meter Schwimmen unter 20 Minuten, 100 Kilometer in 24 Stunden. Das Problem ist nur, dass solche Ziele eine ziemlich spezifische und langfristige Vorbereitung verlangen.

Und genau diese Vorbereitung lässt sich im Moment nicht immer so in meinen Alltag integrieren, wie ich es gerne hätte.

Also drehe ich die Sache diesmal um.

Ich versuche nicht, über Monate hinweg meinen Alltag um eine Challenge herumzubauen.

Ich nehme eine Woche und mache die Challenge zum Alltag.

Sieben Tage lang muss Sport nicht irgendwo zwischen Arbeit, Terminen und Verpflichtungen hineingequetscht werden. Für diese eine Woche darf er im Mittelpunkt stehen.

Das klingt zunächst fast luxuriös.

Vier Stunden Sport am Montag? Wunderbar.

Vier Stunden am Dienstag? Läuft.

Mittwoch?

Nun ja.

Interessant dürfte es vermutlich dann werden, wenn Beine, Schultern und Rücken langsam feststellen, dass dieser Urlaub offenbar unter falscher Flagge gebucht wurde.

Denn 28 Stunden Sport sind das eine.

Sie auf sieben aufeinanderfolgende Tage zu verteilen, ist das andere.

Es gibt keinen Ruhetag. Keine Verschiebung. Keine Ausrede mit schlechtem Wetter, Müdigkeit oder Muskelkater.

Nur die Möglichkeit, die Belastung vernünftig zu steuern.

Und genau das macht für mich den Reiz aus.

Short. Vielleicht. Sweet. Eher nicht.

Sieben Tage sind überschaubar.

Keine monatelange Vorbereitung. Kein halbes Jahr Trainingsplan. Kein einzelner alles entscheidender Wettkampftag.

Am 5. Oktober geht es los.

Am 11. Oktober ist es vorbei.

Dazwischen liegen mindestens 28 Stunden Bewegung, sieben Tagesziele und vermutlich einige Momente, in denen ich die Idee deutlich weniger originell finden werde als heute.

Aber genau dafür gibt es schließlich Urlaub.

Andere Menschen erholen sich.

Ich habe offenbar andere Pläne.

Short & Sweat.

Sieben Tage.

Vier Stunden pro Tag.

Mindestens 28 Stunden Sport.

Mal sehen, wie „sweet“ sich das am siebten Tag noch anfühlt.

Euer Oliver

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